Zucker und Alzheimer

Alzheimer, eine Krankheit, die vielen Menschen Angst macht. Sie greift vor allem das Gehirn und lässt uns nach und nach vergessen, was einmal wichtig war. Die Anzahl der Erkrankungen steigt stetig. In den USA ist sie bereits auf Platz 6 der häufigsten Todesursachen. Während es dafür sicher mehrere Ursachen gibt, weisen in neuester Zeit immer mehr Forschungsergebnisse auf einen Zusammenhang mit dem Blutzuckerspiegel hin.

Dass Diabetiker ein erhöhtes Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken, ist schon seit längerem bekannt. Neueste Forschungen bestätigen nun, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Blutzuckerspiegel und dem Erkrankungsrisiko besteht. Auch wenn die Forschung noch nicht genau versteht, warum das so ist, wird diese Krankheit von vielen inzwischen Diabetes Typ 3 genannt.

Es sieht aus, als würde Insulin nicht nur in der Bauschspeicheldrüse, sondern auch im Gehirn gebildet, wo es eine Vielzahl von Funktionen erfüllt. Unter anderem ist es für die Übertragung von Signalen zwischen den Nervenzellen und deren Wachstum, Plastizität und Überleben wichtig. Gehirnzellen können ebenso wie andere Zellen im Körper insulinresistent werden, was letztendlich zu deren Verfall führt.

Außerdem wird Insulin für die Funktion und das Wachstum von Blutgefäßen gebraucht, die das Gehirn mit Sauerstoff und Glucose versorgen; reduzierte Aufnahme von Insulin kann so die Erkenntnisfähigkeit direkt beeinflussen.

In einer Studie von 2012 aus Canberra, Australien wurden Gehirnscans an 60-64 Jährigen durchgeführt. Bei einer Wiederholung nach 4 Jahren, zeigten sich bei denjenigen mit höheren Blutzuckerwerten deutliche Schrumpfungen im Hippocampus und der Amygdala, die beide eine Schlüsselrolle in der Gedächtnisleistung und den mentalen Fähigkeiten spielen.

Auch wenn noch viel mehr auf diesem Gebiet erforscht werden muss, ist jetzt schon klar, dass hoher Zuckerkonsum mit der Zeit die Gesundheit des Gehirns drastisch beeinflussen kann.

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